„SEI MAL ENTSPANNT!“

 

Kennt ihr den…
…den ultimativen Wundertipp für Hunde die an der Leine pöbeln?

„Sei mal entspannt.“ – heißt der.
Schon mal gehört?
Bestimmt, oder?

Und wäre es nicht einfach großartig auf Knopfdruck in jeder Situation so richtig entspannt zu sein?
Gilt übrigens nicht für den Hund, sondern für deren HalterIn.

Aber wie soll man bitte einfach mal „entspannt“ sein, wenn man mit dieser Situation einfach schon so viele negative Erfahrungen & Emotionen verbindet?

Die nachfolgenden Tipps werden nicht das Problem deines Hundes an der Leine lösen, aber sie werden DIR helfen das Problem nicht mehr zu deinem werden zu lassen.
Durch mehr positive Erfahrungen geht das dann vielleicht demnächst mit dem „entspannt sein“ bei dir.

1) Sei der mobile „Vollpfosten“ oder such dir einen.
Es kommt ein angeleinter Hund auf Euch zu?
Suche dir eine Gelegenheit an der du deinen Hund sicher anbinden kannst und stell dich daneben.
Soll Hund diesmal doch sein Theater gefälligst ohne deinen Rückhalt vollziehen.
Findest du nichts sicheres zum Anbinden? Dann sei einfach selbst der „Vollpfosten“.

D.h. halt die Leine einfach sicher und verkürzt fest und lass deinen Hund an der Leine sein Theater vollziehen ohne das du in irgendeiner Form einwirkst.
Auch hierbei gilt;
es wird nicht das Problem deines Hundes an der Leine lösen!
Aber es kann der erste Schritt sein dich mental von dem Problem deines Hundes zu lösen.

2) Ist der Ruf erst ruiniert…
Jetzt stehst du da, neben deinem angebundenen Hund, der andere Hundehalter kommt näher und dein Haudegen oder deine Haudegin vollzieht sein/ihr Theater ohne das du etwas dagegen tust.
Emotionen & Gedanken kommen hoch.
Wie z.B.
„Was denkt der andere Hundehalter nur von mir? Pöbelnder Hund und ich tu noch nicht mal was dagegen.“
Falsch.
Lass sie doch denken was sie wollen.
Wir machen uns manchmal viel zu viel Gedanken um die Meinung anderer.
Fakt ist;
Dein Hund ist an der Leine gesichert & stört auf Entfernung gerade nur durch das sowieso auftretende Theater.
Nimm dir kurz mal ein Beispiel an deinem Hund.
Den interessiert es nämlich gerade überhaupt nicht, dass er/sie mit offener Hose durch die Gegend bollert.
Was für eine Freiheit, oder?

3) „Sing my Song“
Der andere Hundehalter nähert sich mit laaaaaangsamen Schritten.
Eine Schildkröte und eine Schnecke kommen währenddessen schneller ans Ziel.
Dein Hund zeigt zuverlässig und lautstärketechnisch wo der Frosch seine Locken hat.

Wie wäre es für die Überbrücken der Zeit mit einem kleinen Ohrwurm welchen du dir durch den Kopf gehen lässt?
Das ist doch albern denkst du jetzt?
Richtig!
Soll es auch ein wenig sein.
Denn auch das kann eine andere Stimmung bei dir schaffen!

Hier eine kleine Liste an Ohrwürmern für unterwegs:
1. Highway to hell – AC/DC
2. Last Christmas – Wham!
3. Dance with somebody – Mando Diao
4. 10 kleine Jägermeister – Die Toten Hosen
5. Gangnam Style – PSY

oder für die ganz Harten:
6. Atemlos – Helene Fischer
7. Körperzellen Rock – Jede Zelle meines Körpers
8. Alles von Modern Talking

4) „Moin“ denn „Moin, Moin ist schon Gesabbel.“
Während der fremde Hundehalter nun auf deiner Höhe ist, tu doch einfach mal was nettes und unerwartetes.
Grüße einfach mal freundlich durch das Gebölke deines Hundes hindurch.

Solche Gesten sind heutzutage viel zu selten und stiften gerne nebenbei auf allen Seiten ein wenig Verwirrung.
Vielleicht auch bei deinem Hund.
Denn auch das freundliche Grüßen des Gegenübers kann bei dir eine andere Stimmung schaffen.

Muss ja nicht jeder solche Manieren wie dein Hund an den Tag legen.
Freundlichkeit siegt immer am Ende.
Und wenn man dann sogar kurz ins Gespräch kommt kann man auch erwähnen, dass man gerade im Training ist.
Für sich, nicht für den Hund.

5) Popcorn, ein gutes Buch und eine Bank
Such dir eine Bank und gutes Wetter.
Binde deine vierbeinige Hexe oder den vierbeinigen Drachen sicher fest.
Hol dein Lieblingsbuch raus und das Popcorn zum Knabbern.
Lass die Welt doch gerade sein wie sie ist.
Lass deinen Hund sein wie er oder sie gerade ist.
Das darf auch mal vollkommen in Ordnung sein.

Wichtig!

Mach für dich weiter gute Erfahrungen!!!
D.h. gehe gerne auch in den Gegenden spazieren wo Hundehalter wissen was ein angeleinter Hund bedeutet.
So kannst du auch diese Sorge für dich etwas beiseitelegen.
Und wenn du mal Tage hast an denen du einfach keine fremde Hundebegegnungen haben möchtest, dann fahre mit deinem Hund dort hin wo ihr wirklich ungestört sein könnt.

Atme durch und löse dich Stück für Stück von dem Problem deines Hundes.

 

© Nele Frank – Wahnsinnshunde-Training 2017